Herkunftssprachlichen Unterricht ja, aber nur unter staatlicher Kontrolle

In separaten Anträgen fordern CDU, FDP und Linke die Einführung einer staatlichen Kontrolle für den türkischen Konsulatsunterricht an Hamburger Schulen. Das Thema wird heute in der Bürgerschaft debattiert.

Dazu erklärt Karin Prien, schulpolitische Sprecherin der CDU-Bürgerschaftsfraktion: „Herkunftssprachlicher Unterricht, auch und gerade in den Sprachen der bedeutendsten Herkunftsländer, trägt in einer weltoffenen Metropole wie Hamburg zu einer besonderen kulturellen Vielfalt bei und eröffnet wirtschaftliche Chancen. Der Konsulatsunterricht jedoch, so wie er heute insbesondere an Hamburgs Schulen abgehalten wird, ist längst nicht mehr zeitgemäß. Wir als CDU bekennen uns zu einem qualitativ hochwertigen Angebot in den wesentlichen Herkunftssprachen, auch und gerade für Kinder und Jugendliche mit entsprechendem Migrationshintergrund. Dessen Inhalte müssen jedoch der Fachaufsicht und damit einer Inhalts- und Qualitätskontrolle der Schulbehörde unterliegen. Nationalistische und religiös fundamentalistische Unterrichtsinhalte haben an unseren Schulen nichts verloren. Um dies zu gewährleisten, müssen auch Lehrpläne und Inhalte des Konsulatsunterrichts der Kontrolle der Schulbehörde unterliegen. Der rot-grüne Senat darf sich den Indoktrinationsbemühungen Erdogans nicht beugen und vor dessen Regierung kapitulieren. Der türkische Konsulatsunterricht muss jetzt endlich staatlich beaufsichtigt oder, wenn dies nicht gelingt, durch staatlichen Unterricht ersetzt werden.“

Ihre Meinung